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Ullstein fünf

Lesetagebuch

Niah Finnik: Fuchsteufelsstill

21. April 2017

« 16.04.2017 » 

Juli teilt mit dem Leser all ihre Gedanken. Durch diese Erzählweise habe ich sofort das Gefühl, in den Strudel ihrer Gedankengänge abzutauchen. Ich erlebe hautnah, wie sie auf ihre Umwelt reagiert und bin dabei als ihr erster Tag in der psychiatrischen Einrichtung bevorsteht. Hier landet sie nach einem gescheiterten Suizidversuch, um sich ihren allgegenwärtigen Ängsten zu stellen. Wie sie von dieser einschneidenden, alles betreffenden Angst spricht, geht mir nahe und ich konfrontiere mich selbst automatisch mit den Fragen: Wovor habe ich Angst und was bedeutet Angst eigentlich? Welchen Stellenwert nimmt sie in meinem Leben ein? Außerdem spricht sie die Zerrissenheit an, die durch äußere, aber auch eigene Erwartungen an sich selbst, oft entsteht. Eine Zerrissenheit, die auch mir in manchen Momenten möglicherweise gar nicht so fremd ist.

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